IMG_6952Ana Matt HEIMAT, 12. Februar 2019

Der Begriff Heimat ist vielschichtig, komplex, schwer zu fassen und doch für jeden von Bedeutung. Oftmals ist er auch instrumentalisiert und historisch belastet. Die Künstlerin Ana Matt stellt aber nochmals ganz neue Lesarten von Heimat her. Ihre außergewöhnlichen Arbeiten mit historischen Flurkarten von Regensburg, Landshut, München und anderen bayerischen Landstrichen werden nun erstmals in der Galerie artspace Erdel ausgestellt.

Für die Künstlerin Ana Matt sind bayerische historische Flurkarten eine Inspirationsquelle, das eigene Verhältnis zur Heimat im Wandel der Zeitläufte zu hinterfragen. Darüber hinaus machen die Karten die Veränderung von Eigentumsverhältnissen sichtbar. Auch die Umgestaltung des öffentlichen Raums, der soziale Wandel sowie neue Strukturen werden deutlich. Den Aspekt des Transitorischen im scheinbar festen Gefüge einer Stadt gestaltet Ana Matt in Form von Übermalungen, Überlagerungen, Collagen und findet dabei poetische Metaphern für die Essenz des Lebens zwischen den Polen „Sicherheit und Verankerung“ einerseits und „Freiheit und Veränderung“ andererseits. Komplementiert wird die Ausstellung im artspace Erdel und im angegliederten Schaulager mit großformatigen Arbeiten aus Ana Matts Feuerzyklus aus dem Jahr 2013.

Ursprung der historischen Flurkarten

Max I., König von Bayern, gründete im Jahr 1808 die Bayerische Steuervermessungskommission, die mit dem Erstellen von Flurkarten den Grundstein für die Vereinheitlichung der Grundsteuer legten. In den nächsten 50 Jahren entstanden die Urblätter im Maßstab von 1:5000 bzw. 1:2500 für Ortschaften.

Die Graphische Druckanstalt Franz Anton Niedermayr aus Regensburg übernahm die Vervielfältigung dieser aufwendig mit der Feder gezeichneten Karten mittels des neuen Verfahrens der Lithografie. Heute lagern die dafür verwendeten Druckplatten aus Solnhofener Plattenkalk im Steinkeller des Landesamtes für Digitalisierung, Breitband und Vermessung Bayern.

Die Künstlerin Ana Matt

Ana Matt (*1958) lebt und arbeitet als freischaffende Künstlerin nahe ihrer Heimatstadt Regensburg. Ihre Arbeitsgebiete sind großformatige Malerei und Collagen. Ihr malerisches Werk oszilliert zwischen der visuellen Abstraktion und der poetischen Chiffrierung im Wort. Kennzeichnend für Ana Matts Werk sind starke kräftige Linien und Farben.

Als Künstlerin beschäftigt sich Ana Matt mit dem Erforschen der Vielfalt der Natur und dem Verknüpfen von Kunst, Literatur und Musik. Sie sucht die Bewegung und findet ihre Inspiration im Konträren. „Schicht für Schicht arbeite ich mich zum Bild vor. Fotografien werden zu Fotomontagen. Kunst repräsentiert eine Idee, wird zum Spiegel eines Sachverhaltes, der sich in unterschiedlichen Formen und Techniken darstellt“, so Ana Matt.

Die Ausstellung geht vom 14. März bis zum 9. Mai 2019. Die Galerie artspace Erdel am Fischmarkt 3 ist jeden Werktag nach Absprache geöffnet, das Schaulager Am Schallern 4 täglich.

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Eine kleine Erklärung zu mir und meinen Arbeiten:

Die Vielfalt in der Natur, Literatur und Musik, der Mensch als göttliches Wesen, alles was mich umgibt, materiell oder ideell, hat mich schon immer interessiert und möchte es in etwas anderes verwandeln oder miteinander verknüpfen. Schicht für Schicht arbeite ich mich zum Bild oder der Skulptur vor, Fotographien werden zu Fotomontagen.

Ich bin durch das Arbeiten mit meinen kreativen Prozessen gewachsen. Manche Prozesse brauchen ihre Zeit, sind sehr langwierig, dafür sind sie aber tiefgründig. Kunst repräsentiert eine Idee, sie wird zum Spiegel eines Sachverhaltes, der sich in unterschiedlichen Formen und Techniken darstellt.

Meine Heimat ermöglicht mir entspannt meine kreativen Prozesse zu durchleben. Ich fühle mich hier wohl, suche die Bewegung, die Veränderung, die Inspiration, die Ruhe und die Extase. Im Konträren finde ich Anregungen, es ist mein Motor für individuelles künstlerisches Schaffen, gegen Stillstand und Leidenschaftslosigkeit, glücklich über geschaffenes, aber nie zufrieden. Alles ist für mich möglich, da ich mich getragen fühle.

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Ich habe eine sehr enge Bindung zu Regensburg und bin tief  mit meiner Heimat verwurzelt,  die Chiffren meiner Heimat sind mir bestens bekannt, ich kann sie lesen, sehen, hören, schmecken, fühlen, wahrnehmen, riechen und spüren.

Die Stadt Regensburg, eine fragile Schönheit, ein Kunstwerk mit seinen Türmen und Türmchen, seinem Dom, den vielen Kirchen, seinen alten widerstandsfähigen und teilweise gebrechlichen erscheinenden Mauern, seinen kleinen verwinkelten Gassen, den schmalen Schluchten zwischen den windschiefen und teilweise in die Knie gezwungenen Jahrhunderte alten Gemäuern, in die die Sonnenstrahlen ein Spiel mit den Schatten werfen, fühlt man sich in eine andere, eine heile Welt versetzt. Diese Stadt erscheint mir erhaben und stolz, liegt sie doch eingebettet, zwischen der Donau, der Naab und dem Regen. Eine außergewöhnliche Stadt mit ihren Rundungen und kantigen Ecken, nicht so groß und stressig wie eine Großstadt, aber trotzdem immer in Bewegung, die vielen Cafés mit dem italienischen Flair, geben ein schönes Straßenbild ab und lädt ein etwas zu verweilen.

Das Wort Heimat berührt mich, es bedeutet für mich zu Hause sein. Viele Begriffe stecken in dem Wort Heimat, wie Gemeinschaft, Natur und so weiter….

Das Gedicht „Heimat“ von Arnold Scherner trifft genau mein Gefühl für Heimat, daher möchte ich es Euch nicht vorenthalten.

 

Heimat, das sind Menschen, die man kennt, die man Verwandte, Nachbarn und Freunde nennt.

Heimat, das ist die Sprache, die man spricht, die man hört, liest und versteht wie ein Gedicht.

Heimat, das sind der Hof, das Haus und die Räume, das sind das Feld, die Wiesen, der Garten und die Bäume.

Heimat, das sind die Wälder, die Berge, die Quellen, das sind die Bäche, die Ufer der Flüsse Wellen.

Heimat, das ist der Ort, seine Straßen und Brücken, das sind die Blumen, die wir am Wegesrand pflücken.

Heimat, das ist die Luft, die wir atmen, das ist die Sonne, das Licht der Sterne, das ist unsere Erde, die Nähe und die Ferne.

Heimat, das ist das was wir lieben, ist all das Vertraute, was unser Vorfahr hier einst erbaute.

Heimat, das ist die Vergangenheit von der unsere Väter berichten, in vielen alten und fernen Geschichten.

Heimat, das ist die Gegenwart mit Freude und Sorgen, das ist unsere Kinder leuchtendes morgen.

Heimat, das ist wo wir wirken, schaffen und streben, das ist wo wir lieben, leiden und leben.

Heimat, viele Wege führen von Dir hinaus, aber alle führen einmal zurück nach Haus.

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Leinwandarbeit, Mischtechnik, © Ana Matt

#HistorischerStadtplan ©  #AnaMatt,  #Täuschung, #Wahrheit, #Heimat, #Besitz #Eigentum;  #Businesscoach, #ContemporaryArt, #Fotomontagen, #Frantniedermayr

Durch Flurkarten können Besitzverhältnisse über viele Generationen zugeordnet werden. Denn Grundstücke werden von Amts wegen vermessen und katalogisiert. Lage, Größe und Grenze von Grundstücken werden im Liegenschaftskatasteramt festgehalten. Für mich bedeutet das Sicherheit, dass mein Eigentum auch mein Eigentum bleibt, solange ich es nicht verkaufe. Der Besitz meines Grundstücks und meiner Immobilie bedeutet für mich Heimat.

Als ich das erste mal das Katasteramt in Landshut besuchte, war ich überwältigt von der Schönheit dieser Flurkarten. Die für mich handwerklich aufwendigen federzeichnerischen Ergebnisse, berührten mich sehr.

Im Jahre 1808 gründet König Max I. die Bayerische Steuervermessungskommission, was später das Landesvermessungsamt wurde und ordnete die systematische und exakte Vermessung sämtlicher Grundstücke in Bayern an, um eine einheitliche und gerechte Besteuerung des Grundbesitzes zu schaffen. in den nächsten 50 Jahren entstanden die Urblätter im Maßstab von 1:5000 bzw. 1:2500 für Ortschaften.

In dieser ersten Vermessung zwischen 1808 und 1864 werden auf bayerischen Flurkarten, Katasterkarten zusammengefasst. Heute werden die Flurkarten der Erstvermessung auch als Uraufnahmeblätter bezeichnet.

Im Jahr 1801 wurde die Graphische Kunstanstalt Fr.Ant.Niedermayr von Franz Anton Niedermayr in Regensburg gegründet.

Um die mit viel Aufwand angefertigten Federzeichnungen der Historischen Flurkarten zu vervielfältigt, wurde die Lithographie verwendet.

Ein Lithograph ist jemand, der die zu druckenden Texte und Bilder auf einem Lithographiestein, hier aus den Solnhofener Plattenkalk, manuell und seitenverkehrt anfertigt. Franz Anton Niedermayr war Anfang des 19. Jahrhunderts Miterfinder der Lithographie. Heute lagern die dafür verwendeten Druckblatten aus Solnhofer Plattenkalk im Steinkeller des Landesamtes für Digitalisierung, Breitband und Vermessung Bayern.

So verwoben wie die Lithographiesteine, das Unternehmen Niedermayr, die Stadt Regensburg und die Historischen Flurkarten sind, sosehr verwoben bin auch ich als Künstlerin, denn ich besitze ein Grundstück, lebe in Regensburg, arbeite mit Flurkarten und kenne das Unternehmen Niedermayr

Somit schaffe ich mit meiner Kunst, die Verbindungen zu der Stadt, den dort lebenden Menschen und deren Unternehmen.

 

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 Leinwandarbeit, Acryl, © Ana Matt

#HistorischerStadtplan ©  #AnaMatt,  #Täuschung, #Wahrheit, #Heimat, #Besitz und #Eigentum;  #LonaHanke, #Businesscoach, #ContemporaryArt, #Fotomontagen

Seit dem  Jahr 2011 bis August 2017 fanden massive Ereignisse statt, die den Verlust meiner Heimat bedeutete.

Jahrelang hatte ich gekämpft und doch fast alles verloren. Die Gegenseite war gewandert, stärker, informierter, sie kannte sich besser in der Materie aus. Ich begann langsam zu verstehen, was passierte, welche Methoden angewandt wurden, wie man dachte. Aber da war es schon zu spät.

Ich konnte meiner Arbeit nicht mehr nachgehen, weil ich mich lange Zeit mit der Gegenseite befasste um zu verstehen was geschieht. An meine künstlerische Arbeit war nicht zu denken. Ich probierte es wieder und wieder und immer wieder, es gelang mir nicht, es war zum verzweifeln, meine Kreativität und meine Freude waren verschwunden.  Ich musste etwas ändern, und zwar radikal. Also besuchte ich im Jahr 2018, verschiedene Seminare wie Selbstvertrauensseminare, Motivationstrainingseminare, Persönlichkeitsentwicklungsseminare, Führungskräfteseminare, aber es half mir bei meiner künstlerischen Arbeit nicht wirklich.

Meinen absoluten Durchbruch, erfuhr ich bei Lona Hanke – Inhaberin von HANKE SBC® & NOLLER; Führungskräftecoach, Wirtschaftsmeditatorin und Businesscoach, die mir meine Tochter Lara empfohlen hatte.

Sie schaffte es, dass ich wieder arbeiten konnte. Wie ein Phönix aus der Asche bin ich durch Lona Hanke und Julia Weigl durchgestartet, mit Freude und Leidenschaft. Es ist unglaublich, wie ich mich in diesen paar Monaten veränderte. Bei Lona Hanke gibt es nichts falsches, ich fühlte mich aufgehoben. Ich fand wieder zu meinem Mut und meiner Stärke zurück, meine Unsicherheit verschwand.

Es gibt für mich und vielleicht auch für andere Menschen, kein besseres Medium, wie die Kunst, um solche tragischen Lebenserfahrungen zu verarbeiten. Unter anderem habe ich mich besser kennengelernt. Dass wir in einer Welt der Täuschungen leben, war mir vorher nicht bewusst. Ich hatte mir meine eigene Traumwelt erschaffen. Letztendlich denke ich, geht es darum, dass wir die Täuschungen überwinden und die Wahrheit erkennen.

Welche Bedeutung,  Täuschung und Wahrheit in meiner Kunst hat.

Ich habe für mich beschlossen achtsam zu sein, Täuschungen versuchen zu erkennen und immer nach der Wahrheit zu streben. Seit einiger Zeit arbeite ich mit historischen Flurkarten. Sie symbolisieren für mich Besitz; etwas Werthaltiges.

Verliert man sein Haus,  dann verliert man seine Heimat. Der Verlust der Heimat, ist das Gefühl des Verlorenseins, man fällt aus seiner Mitte, findet sich nicht mehr zurecht, zerbricht letztendlich daran oder geht gestärkt daraus hervor. Die Heimat ist mit nichts zu ersetzen. Geborgenheit, Vertrauen und Sicherheit sind seine Bestandteile. Heimat ist nicht nur ein Ort, er ist auch ein sehr starkes Gefühl. Heimweh ist die Sehnsucht nach dem Zuhause, nach einem sicheren Ort, nach Geborgenheit, nach den bekannten Gerüchen und Geräuschen, den bekannten Menschen, Straßen, Läden und der Umgebung. Meine Heimat ist wo ich sein will, wo mein Zuhause ist. Ist es tatsächlich sicher? Verfalle ich nicht wieder einer Illusion? Gibt es überhaupt Sicherheit? An Sicherheit glaube ich nicht mehr….

Lona Hankes Lieblingsaussage ist: Die Wahrheit entsteht im Auge des Betachter. Aus Lonas Sicht sind Wahrheit und Täuschung voneinander abhängig. Gibt es die Täuschung nicht, kann Wahrheit nicht existieren und umgekehrt. Die Wahrheit verkommt als Wert, wenn die Täuschung geleugnet wird.

Diese Aussage von Lona Hanke gefällt mir sehr.

 

Wie seht Ihr das Thema Täuschung und Wahrheit?

 

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Leinwandarbeit mit Acryl und historischem Stadtplan © Ana Matt

#Täuschung, #Wahrheit, #Heimat, #Besitz, #Eigentum, #Ana Matt, #HistorischerStadtplan

 

Mein Thema in meinen neuen Arbeiten ist unter anderem auch Täuschung und Wahrheit.

Täuschungen oder auch Irreführungen können auf einer irrtümlichen Annahme basieren. Es können Sinneswahrnehmungen hervorgerufen werden, die zu falschen Auffassungen eines Sachverhaltes führen können. Denn wir leben in einer Welt der Täuschungen.

Täuschungen kommen in einer Vielzahl unterschiedlicher Alltagssituationen vor, bewusst oder unbewusst, geplant oder ungeplant. Der Handel, die Medien, die Werbung und die Systeme, wie der Staat oder Firmen, leben von der Macht der Täuschung. Lassen wir uns nicht zu gerne durch Täuschungen verführen?

Die Frage stellt sich, welche Auswirkungen Täuschungen auf unsere Umgebung und uns Selbst hat. Die ganze Wahrnehmung unserer Welt ist subjektiv oder als Täuschung anzusehen. Die Wahrnehmung einer getrennten Welt ist eine Täuschung, sind wir nicht alle Eins? Geht geht es darum Täuschungen zu überwinden und die Wahrheit zu erkennen?

Ein Kommentar von #Lona Hanke:

meine Lieblingsaussage: “ Die Wahrheit entsteht im Auge des Betrachters“aus meiner Sicht sind Wahrheit und Täuschung voneinander abhängig. Gibt es die Täuschung nicht, kann Wahrheit nicht existieren und umgekehrt. Die Wahrheit verkommt als Wert, wenn die Täuschung geleugnet wird.

Dazu kommt, dass alles was wir mit Wahrheit und Täuschung verbinden, das eigene Erleben und die eigene Erfahrung ausmacht. Angenommen wir wollen ein Bild beschreiben. In diesem Moment sind wir ein Betracher mit all unseren Wissen und unseren Werten. In diesem Moment, wenn wir unsere Aussage zu diesem Bild treffen, ist es gleichzeitig Wahrheit und Täuschung.

 

Dein Bild zum Thema Täuschung finde ich wunderschön, geheimnisvoll und stark. Ich erkenne einen historischen Stadtplan von Regensburg, etwas darübergeklebt und gemalt.

Der linke Teil der Übermalung sieht aus wie das Gesicht eines Menschen, der rechte wie die Pranke eines Bären. Der ausgesparte helle Teil des Bildes ergibt wieder das Profil eines Menschenkopfes. Ein Vexierbild.

Meinst Du das mit Täuschung? In meinen Augen setze ich das Bild zusammen wie es mir gefällt. Vielleicht hattest Du bei der Gestaltung dieses Werkes etwas ganz anderes im Sinn. Wo siehst Du in dieser Arbeit Täuschung? Wo Wahrheit?

 

Ich bitte um weitere Kommentare liebe Leser….

 

Zur Erinnerung an meine erfolgreichen TOPs

Presse zur Ausstellung back to red 2009

Ein Zeitungsartikel über die Ausstellung mit dem Titel #Backtored, in der #Minoritenkirche aus dem Jahr 2009.

 

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Sommerausstellung IX Museen der Stadt Regensburg, Historisches Museum, Minoritenkirche vom 23. 07. bis 31. 10. 2009 mit dem Titel #BacktoRed

 

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Wird das Werk diskutiert?

Desweiteren  waren meine Tops, Ausstellungen im Ausland wie: die Galerie Roland Aphold in Allschwill/Basel; die Galerie Cernohorskych in Prag; die Recoaro Terme, der Kunstverein RecaArte in Vicenza, Italien; die Artexpo Art Fair in New York, von der Galerie Dexa in Paris organisiert; Die Art 9B in Vancouver, Kanada, Galerie Dexa aus Paris; die Galerie Picpus in Montreux, Schweiz.

Ein Top ist auch meine Skulptur #Semele, im öffentlichen Raum, hier einer der Zeitungsartikel

Presse MZ 15.5.10 Semele

Es hat mich sehr gefreut, dass ich  eine Skulptur für den öffentlichen Raum realisieren durfte. Der Name Semele leitet sich aus  “zemelos”  ab und bedeutet Erdenbewohner    Mensch.

Semele ist, in der griechischen Mythologie, die Tochter der Harmonia und die Mutter von Dionysos, der vom  Zeus gezeugt wurde. Dionysos ist der Gott des Weines, der Trauben, der Fruchtbarkeit und der Ekstase.

Harmonia, ist die Göttin der Eintracht, sie fördert und erhält den Einklang, das Verständnis, die Sympathie und Harmonie, den Frieden, die Einheit und Einigkeit, den Zusammenhalt und die Verträglichkeit.

Semele symbolisiert für mich das weibliche, teilhabende, annehmende, mitfühlende, verständnisvolle, und das kommunikative. Sie ist in einer sitzenden, entspannten und verweilenden Haltung mit dem Weinstock auf dem Kopf, da dieser Ort früher ein Weinberg war, und sieht vertrauensvoll in die Zukunft. Semele ist nicht ganz  –  nicht vollendet, die Verletzungen an ihr sollen unter anderem die Verwundungen der aufbrechenden Erde vor Baubeginn und die schwierige und langwierige Gestaltung der Wohneinheiten darstellen.

Dieser Platz soll zum Verweilen einladen, damit Gespräche stattfinden, Beziehungen und Freundschaften geknüpft werden und der Zusammenhalt immer wieder gefestigt wird. Vereint in der Semele sind Frieden und Harmonie der Mutter, die Kraft und die Stärke des Zeus, die Fruchtbarkeit und der Genuss ihres Sohnes Dionysos. 

 

 

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Fotocollage aus der Faustserie © von Ana Matt

FÜR FAUST WAR DURCH MEPHISTOPHELES ALLES MÖGLICH, ER HAT SELBST FURCHTLOS DEN KOSMOS BEHERRSCHT UND WAR INMMER BEREIT EIN WELTENFEUER ZU ENTBRENNEN. 

Ehrfurchtsvoll bestaune ich die Unendlichkeit des Himmels. Die Größe der Schöpfung und die sich wiederspiegelnde Größe des Schöpfers, geben mir das Gefühl des verloren und auch des behütet seins. Das Universum fasziniert, bewegt und erschaudert mich. Das funkeln und Leuchten der hellen Sterne und das erhabene, dunkle Firmament wirken beschützend und ergreifend auf mich, denn Hell und Dunkel gehen eine Symbiose ein.

Das geflügelte Wort „Eine Delle ins Universum schlagen“ ich glaube er stammte von Steve Jobs, (ein Mann mit Visionen, der Apple zum Kult-Konzern machte) war auch Thema bei der Arbeit mit Lona Hanke und Julia Weigl-Wagner. Es soll darauf hin gearbeitet werden, dass die Ergebnisse bei unserer gemeinsamen Arbeit umfassend, vielfältig und vor allem erfolgreich sind, so dass sie einen Wiederhall erzeugen und andere Menschen davon ebenso partizipieren können.

Man nimmt an, dass vor etwa 13,7 Milliarden Jahren alle Materie des kreativen  Universums wahrscheinlich aus einem Punkt unendlicher Dichte entstand. Der Kosmos ist ein unendlich großer Raum mit unendlich vielen Möglichkeiten, es ist die Gesamtheit von Raum, Zeit, Materie und Energie.

Prof. Stuart Kauffman, Biologe an der Universität of Vermont, sagte: ich denke, wir können bereits in der natürlichen Kreativität des Universums, der Biosphäre und Kultur, Gefühle von Andacht und Erstaunen finden; ein Gefühl der Verehrung, nicht für ein Wesen, aber für die Kreativität an der wir teilhaben.

Diese unendlich vielen Möglichkeiten unserer Kreativität deren wir habhaft sind, wollen wir erforschen und für alle Interessierte publizieren.

Ich habe das Bedürfnis die Herausforderungen mit all meinen Sinnen  anzunehmen. Ich will diese Köstlichkeiten der Vielfältigkeit in mich aufnehmen. Die Leitplanken sind der „Handlauf“ für mich, damit ich nicht in der Vielfältigkeit verloren gehe.