Visionsarbeit 1. Teil

DSC01789

Fotografie

Hier die zu bearbeitenden Papiere es durften keine Zeichen, Schriften und Formen verwendet werden.

Von welcher Zukunft wir träumen…

Lona Hanke hat heute für uns, Julia Weigl und mich, eine Fantasiereise geplant, eine Fantasiereise in die Vergangenheit und in die Zukunft…

Nach einer kurzen Meditation, begann Lona zu erzählen….

Meine Augen waren geschlossen. Ein Ballon befand sich am Start und lud uns ein, eine Reise zu machen. Wir könnten aus unseren Reisen Perlen mitbringen, wenn wir wollten.

Ich bewunderte den bunten, farbenfrohen Ballon wegen seiner Größe, der Korb roch intensiv nach Weide. Ich spürte die Wärme der Flamme und hörte sein lautes rauschen. Eine große Vorfreude überkam mich. Ich stieg ein, ebenso Julia.

Wir stiegen auf, immer höher und höher. Die Landschaft veränderte sich, wurde immer kleiner. Ich freute mich auf ein Abenteuer und war aufgeregt. Ich spürte die zirkulierende Luft auf meiner Haut und in meinem Haar, das sich bewegte und mein Gesicht streichelte. Ich fühlte mich frei, sehr frei und leicht. Interessiert sah ich mir die Landschaft an, Dankbarkeit erfüllte mich. Es war sehr still, nur das konsequente Rauschen des Feuers nahm ich wahr. Es wirkt sehr beruhigend auf mich.

Nach einer längeren Fahrt, verlor der Ballon an Höhe, wir blieben kurz vor dem Boden in der Luft stehen, wir stiegen nicht aus. Wir wussten wir waren in der Vergangenheit gelandet.

Ich sah eine große Ansammlung von Menschen, die sich um mich scharte, ich war mittendrin und sprach mit ihnen. Ich fühlte mich sehr gut. Wir waren in einem großen Gebäude, meine Bilder standen zwischen den Menschen und mir. Ich habe mir die Perlen mitgenommen, dass ich damals nicht an meinen Fähigkeiten zweifelte. Eine gewisse Sorglosigkeit erfüllte mich und war mir eigen.

Julia sah mich gelassen und ruhig auf einem roten Teppich eine Kirche beschreiten, es hatten sich viele Menschen um mich und meinen Arbeiten versammelt.  

Schönbildschauer II 2009Schiefer-und Holzarbeit mit Öl © Ana Matt

Eine Arbeit die ich in der Minoritenkirche ausstellte

Der Ballon stieg wieder auf und setzte seine Reise fort. Es ging über das Meer, über Seen, Flüsse und große Städte, immer weiter fort. Die Landschaft veränderte sich mehrfach. Große erhabene Berg- und wilde Hügelketten durchzogen die Natur. Es erschienen Reis- Terrassen. Intensives Grün war überall. Es war eine Harmonische und exotische Landschaft. Der Ballon nahm an Fahrt ab. Wir flogen auf eine Stadt zu, wurden sehr langsam und setzten auf dem Boden auf. Ich sah erstaunt ein altes und ein modernes Japan. Wir waren in Tokio gelandet. Was für eine laute und farbenfrohe Stadt. Wir waren nicht allein, viele Menschen gingen und fuhren, laut und leise, entlang den Strassen. Der Geräuschpegel war sehr hoch. Wir stiegen aus und betraten ein riesengroßes futuristisches Museum. Ich staunte, so etwas hatte ich noch nie gesehen. Wir gingen hinein. Der Raum war gewaltig und lichtdurchflutet. Es erfüllte mich. Überall hingen oder standen meine Werke in diesem erhabenen Raum. Man ehrte mich mit einer Werkschau. Viele Menschen sind gekommen um mich zu sehen und mit mir zu sprechen. Sie klatschten als Julia und ich eintraten. Wir wurden freundlich begrüsst und die Menschen erschienen sehr beeindruckt.

rHolzarbeit mit Öl © Ana Matt ausgestellt in der Minoritenkirche

Die Perlen die ich dort mitnahm, waren, mein Glaube an mich….

Es war eine spannende und interessante Reise, ich habe erkannt, dass ich es bin, die sich ihre Visionen hervorragend ausmalen kann.

Danach forderte Lona, Julia und mich auf, ein Papier zu bemalen ohne Zeichen, ohne Schrift und Formen. Es sollte das „Jetzt“ darstellen, danach bemalten wir ein Papier mit der „Zukunft“ und das letzte Bild hatte den Titel „Wie man die Zukunft erreicht“.

Wir haben festgestellt, dass das erste Bild sehr dunkel, anstrengend und aktiv ist, dass wir uns eingegrenzt hatten….

Die Zukunft, das zweite Bild zeigt sich wesentlich harmonischer, heller, leichter, entspannter, einfacher, Spaß und Freude sind sichtbar,

Bei dem Bild, wie kann man das erreichen, sagte Julia, ich sei tonangebend in dieser Arbeit.

Letztendlich kam heraus, dass Kunst Arbeit ist und ich den Begriff Arbeit abgelehnt hatte. Arbeit verbindete ich mit einem Hamsterrad. Ich hatte auch immer das Gefühl, dass Arbeit mir etwas nimmt, statt mir auch etwas zu geben. Ich hatte das Gefühl, dass ich es meinem Arbeitgeber meistens nie richtig recht machen konnte. Arbeit sah ich als einen ewig gleichen Kreislauf, anstrengend und unschön und oftmals hatte ich das Gefühlt und nicht so erfolgreich zu sein wie es sein sollte. Das Wort Arbeit bezog sich natürlich auf die Zeit als ich arbeiten musste, damit ich mich meiner Kunst widmen konnte. Gerne hätte ich für meine künstlerische Arbeit ein anderes Wort für “Arbeit” gewählt, aber das gibt es leider nicht. Daher habe ich für mich beschlossen, dass Arbeit nun das richtige Wort für meine Arbeit / künstlerisches Gestalten ist und ich es lieben werde. 

Wie siehst DU den Begriff „Arbeit“?

 

4 Comments

  1. Es war spannend, das Arbeiten mit euch Beiden. Und, es geht weiter. Die nächsten wichtigen Schritte werden jetzt von Ana und Julia festgelegt. Ich bin schon gespannt und freue mich auf den nächsten Arbeitstermin mit Euch.

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  2. Ich fand unser Arbeiten und die Ergebnisse auch sehr spannend, Lona, wie immer wenn wir zusammen arbeiten. Aus der Visionsarbeit habe einige sehr wichtige Erkenntnisse ziehen können. Vielen Dank Euch Beiden!

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