Visionsarbeit 2. Teil

Faust,sinniert Kopie

Leinwandarbeit mit Öl (Faust) © Ana Matt

Was war TOP und was war FLOP

Lona Hanke bat mich bei unserem nächsten Termin, mich an erfolgreiche und nicht erfolgreiche Kunst-Projekte in meiner Vergangenheit zu erinnern. Was war Top und was Flop?

Zu Beginn meiner früheren Karriere als Künstlerin, wollte ich in der Vergangenheit provokant auf das Tierleid, die respektlose und unachtsame und brutale Behandlung und Ausbeutung der Nutztiere aufmerksam machen, um die Menschen wachzurütteln. Dieses Thema hat meiner Meinung nach niemanden außer mir, interessiert. 

So suchte ich mir nach ca. einem Jahr ein anderes Thema. 

Da ich mich gern, wenn es meine Zeit zuließ, mit der Literatur beschäftigte, entschied ich mich für Goethes Faust. Er inspirierte mich sehr, denn es ging um Licht und Dunkelheit, um die Existenz- und Erkenntniskrise eines alternden Faust, um Tod und Leben, um das Männliche und das Weibliche Prinzip, um Phantastisches und Himmlisches, um gute und böse Mächte, um das Ganze und um Nichts, um die Dualität in Allem, um die Sinnsuche, um die Liebe und um die Depression, um Jugend und Alter, um Armut und Reichtum…ja wie das tatsächliche Leben ebenso spielt.

Die Vielschichtigkeit und Komplexität der Fausttragödie hielt mich gefangen. Noch dazu, lieferte der Faust mir eine Fülle an Motiven. So arbeitete ich immer wieder, auch teilweise heutzutage noch, viele Jahre an der Fausttragödie.

Gretchen13

Fotomontage – Gretchen (aus dem Faust) © AnaMatt

Kunstinteressierte hatten großes Interesse an diesen Arbeiten und ich bekam Aufmerksamkeit und Anerkennung. Was ich bei meiner Provokation mit Tieren nicht bekam. Daraus folgerte ich, dass das Thema umfassend und faszinierend sein sollte, um mich zu interessieren. Das es einen roten Faden geben sollte, an dem ich mich orientieren könnte. Auch die Ausdauer des Themas spielt sicherlich eine Rolle.

Der Faust durchzog sich durch meine gesamte Künstlertätigkeit, auch wenn er nicht augenscheinlich war. Ich liebe das Spiel mit den Gegensätzen, daher sollten immer auch beide Teile anwesend sein.

Es gibt einen Werbespruch von Milliways (Milliways ist das Restaurant am Ende des Universums): Wenn Du heute morgen schon sechs unmögliche Dinge getan hast, warum dann nicht als siebentes zum Frühstück ins Milliways gehen, das andere Restaurant am Ende des Universums? (ich nehme an von Alice im Wunderland übernommen) Das bedeutet für mich mindestens sieben unmögliche Dinge zu tun, mal sehen was dabei rauskommt. Ich probiere es aus…

Nun ging es darum zu Visualisieren, wie gehe ich vor, um Erfolg mit meiner Kunst zu haben?

Ich fokussiere mich. Dann visualisiere ich Bilder und Geschehnisse im Geiste, ich sehe genau wie es praktiziert und umgesetzt werden sollte, auch was danach geschieht ist sichtbar und ich sehe bereits den Erfolg. Ich muss dass tun was ich liebe. Es muss auch etwas mit mir zutun haben, mit meinen Interessen und Wünschen.

Hast DU auch Erfahrungen mit geführten oder eigenen Visualisierungen gemacht?

erzähle mir davon…..

 

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